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Die Suche nach der eigenen Haltung: auflehnen, ablehnen, hinnehmen?

Ein Stück von Agnes Caduff, Christina Benz, Sonia Diaz, Roland Lötscher und Sylvia Vieli

Für Jugendliche ab 13 Jahren und Erwachsene

Uraufführung

Spiel: Christina Benz, Sonia Diaz, Roland Lötscher
Technik: Tom Felix
Regie: Agnes Caduff
Dramaturgische Mitarbeit: Sylvia Vieli
Musik: Daniel R. Schneider
Licht: Tom Felix
Bühnenbild: Gabor Nemeth
Kostüme: Natalie Péclard
Theaterpädagogik:
Petra Cambrosio
Produktionsleitung: Roland Lötscher

Premiere: 10. März 2017

Alles beginnt mit einer Vermisst-Meldung und der daraus resultierenden Frage: Wo ist A? Das Umfeld des Vermissten reagiert mit Unverständnis, Sorge und Angst. Nachforschungen über seinen Verbleib werden angestellt. Die Frage nach dem Wo weicht immer stärker der Frage nach dem Warum seines Verschwindens. Aus verschiedenen Blickwinkeln lernt das Publikum die Menschen aus A’s Umfeld kennen: Seine Schwester, seine Freundin, seinen Vater, den Kioskverkäufer um die Ecke und weitere Personen. Aus ihren Erzählungen formt sich für das Publikum A’s Lebenswelt: Vorurteile und Intoleranz prägen diese.

Die Beweggründe für sein Verschwinden scheinen den Zuschauenden immer klarer zu werden und setzen sich wie ein Puzzle zusammen: Eine junge Liebe zwischen zwei Kulturen, die nicht sein darf. Ist dieses Romeo und Julia-Motiv der Grund für sein Verschwinden? Warum aber lässt A seine Liebe dann zurück? Ist es doch die konservative, intolerante Haltung seines Vaters? Die unreflektierte, angepasste Meinung seiner Schwester? Hatte er auf die Antriebslosigkeit seiner Freunde keine Lust mehr? Trieb ihn ein Gefühl der Ohnmacht weg, in der Welt nichts verändern zu können? Hat er selbst etwas verbockt? Sieht er für sich schlicht keine Perspektive? Was hat das Fass zum Überlaufen gebracht?

Meinungsbildung und eigenständiges Denken sind zentrale Themen bei «Wo ist A?». Hin und her gerissen zwischen verschiedenen Ansichten und Werten scheinen Jugendliche manchmal die Orientierung zu verlieren. Die Geschichte wirft Fragen auf: Wer oder was bildet meine Meinung? Wie bilde ich mir meine eigene? Muss ich dieselben Ansichten wie meine Eltern haben? Muss ich die Meinung meiner Freunde übernehmen? Woran orientiere ich mich?

Auf die erfolgreichen Produktionen «Wer bist du denn?» und «zOFF@net» folgt das dritte selbst entwickelte Stück in Serie. Durch Improvisation und mit Hilfe einer dramaturgischen Begleitung entstehen Figuren, Texte und Handlung.






Aufführungsbedingungen
Spielfläche: 8 m Breite / 6.5 m Tiefe / 4 m Höhe; Raum vollständig verdunkelt; Elektrische Anschlüsse: 1x 220 V / 1x 380 V (16 Ampere); Zuschauerzahl: Je nach Raum, max. 150; Gagen: Schulen: 12 Fr. pro Zuschauer/-in + 600 Fr. Tantiemen / Spesen pro Vorstellung (300 Fr. ab 2. Vorstellung); Kleintheater: 1'900 Fr. + Spesen